Dokumentation
Dokumentation und Hilfe
Kurzanleitungen zu den wichtigsten Abläufen. Das vollständige Handbuch liegt als PDF auf der Download-Seite. Bei Fragen, die hier nicht beantwortet werden, erreichen Sie uns unter support@armion.ch.
Erste Schritte
Programm installieren, Lizenzschlüssel eingeben, Konto mit Zwei-Faktor-Anmeldung anlegen und die acht Wiederherstellungscodes sicher ablegen. Den KI-Schlüssel können Sie mit «Später» überspringen und jederzeit nachholen. Zum Ausprobieren ohne eigene Dateien: in Schritt ① «Demo-Schalung laden», in Schritt ② die Planart «Schalungsplan» belassen, «Übernehmen und zeichnen» und in Schritt ⑤ als PDF exportieren. Fehlt ein freigegebenes Büroprofil, legt «Einstellungen → Profile verwalten … → Demo-Profil erzeugen» eines an.
Die Oberfläche
Oben links die beiden Bereiche «Plan» und «Bürostandard». In der Werkzeugleiste rechts die Knöpfe «Öffnen» und «Speichern», das Auswahlfeld mit dem aktiven Bürostandard-Profil, das Menü «Einstellungen» mit «Profile verwalten …», «Detaillierungsregeln …», «Plan-Bausteine …», «Darstellung …» und «KI-Schlüssel …», daneben das Handbuch als PDF. Die Sprechblase blendet den KI-Assistenten als Seitenleiste ein und aus; er erklärt die Bedienung und verändert nie selbst etwas am Plan. Die Statusleiste unten zeigt, ob die KI verfügbar ist, und trägt den Satz, dass alle Pläne Entwürfe sind.
Schalungsplan zeichnen — die fünf Schritte
- Schritt ① Grundlagen: Architektenplan als PDF oder DXF, BIM-Modell als IFC, eine Handskizze oder Anweisungen im Textfeld — nichts davon ist Pflicht. «Geometrie mit KI auslesen» trägt Deckenumriss, Wände, Öffnungen und Plattendicke in die Tabelle ein; der IFC-Import kommt ohne KI aus.
- Schritt ② Planart und Inhalt: Planart «Schalungsplan», dazu die Kreuzchen für Deckenumriss, Wände, Öffnungen, Bemassung, Schnitte, Plankopf, Legende und Planrahmen mit Faltmarken. Das Blattformat schlägt das Programm vor, A4 bis A0 und Überlängen; ein festes Format lässt sich wählen.
- Schritt ③ Prüfen: Gezeichnet wird ausschliesslich, was hier in der Tabelle steht. Werte korrigieren, rot markierte Rückfragen der KI klären, Projekt, Bauteil und Plan-Nr. eintragen. Dann «Übernehmen und zeichnen».
- Schritt ④ Vorschau: zoomen, verschieben, Schnitte setzen und den eingelesenen Architektenplan als Unterlegebild dahinterlegen.
- Schritt ⑤ Export: DXF für Ihr CAD, PDF seitengenau und massstäblich im Blattformat des Plans, IFC4 mit Decke und Wänden. Darüber steht Ihr Kontingent — im Standard 20 Pläne je Lizenz und Monat; gezählt wird nur das Ausgeben, eine Revision nicht erneut.
Schnitte setzen
«Schnitt hinzufügen» legt eine Schnittlinie in die Vorschau. Sie lässt sich als Ganzes verschieben und an den Endpunkten ziehen, also in jeden Winkel legen. Beim Loslassen zeichnet der Zeichenkern den Plan mit der exakten Schnittansicht neu; die Benennung erfolgt automatisch mit A, B, C und so weiter, die Blickrichtung spiegelt die Ansicht. Der Schnitt zeigt den Deckenquerschnitt und darunter die geschnittenen Wände — Beton und Mauerwerk mit je eigener Schraffur, die Wanddicke in cm. Die Wandhöhe wird nicht erfunden: Die Wände enden in einer Abbruchlinie. Ist in Schritt ③ die Kote OK Rohdecke eingetragen, stehen im Schnitt die Höhenkoten OK und UK Rohdecke. «Gewählten Schnitt entfernen» nimmt eine Schnittlinie wieder weg.
Schalungsplan aus Architektenplan oder IFC
«PDF oder DXF importieren …» nimmt den Grundriss des Architekten. Das Programm meldet, ob ein Vektor-PDF (Linien und Texte zuverlässig lesbar), ein Scan (nur die Massbeschriftungen lesbar) oder eine DXF-Zeichnung vorliegt. Den erkannten Massstab prüfen; bei Scans mit «Kalibrieren …» zwei Punkte einer bekannten Masskette anklicken und die reale Länge eintragen. Bei DXF steht der Massstab fest auf 1. Ausgewertet wird nur die erste Seite eines PDF. Ein BIM-Modell liest «IFC importieren …» rein rechnerisch ein — Decke und Wände, ohne KI. Die erkannte Geometrie in der Tabelle von Schritt ③ prüfen; ein Klick auf eine Zeile hebt das Element in der Vorschau hervor. Ob eine Wand tragend ist und aus welchem Material sie besteht, entscheiden Sie. Das eingelesene PDF bleibt in Schritt ④ als Unterlegebild mit Deckkraft und Versatz sichtbar.
Bürostandard einrichten
Im Bereich «Bürostandard» einen Profilnamen eintragen, mit «Vorlage wählen …» die CAD-Vorlage (DXF oder DWG) und mit «Beispielpläne hinzufügen …» fertige Pläne (DXF, DWG oder PDF) laden, dann «Analysieren und Profil erstellen …». Das Programm liest Layer, Farben, Linientypen, Textstile und Texthöhen, Schraffuren sowie die Blöcke für Plankopf und Legende aus — rein rechnerisch, oder mit dem Kreuzchen «Konventionen mit KI aus den Beispielplänen ableiten» zusätzlich mit KI. Danach öffnet sich das Profil zur Kontrolle: alles prüfen, korrigieren und mit «Freigeben & speichern» abschliessen. Nur freigegebene Profile stehen in der Werkzeugleiste zum Zeichnen zur Wahl; Entwürfe erscheinen in der Verwaltung als «ENTWURF — nicht wählbar». DWG braucht den kostenlosen ODA File Converter.
Regelwerke für die Detaillierung
Unter «Einstellungen → Detaillierungsregeln …» halten Sie die Regeln Ihrer Bürorichtlinie fest. In dieser Fassung dokumentiert das Regelwerk Ihre Bürorichtlinie mit Quellenangabe; auf den Schalungsplan wirkt es nicht. Acht Kategorien, benannt wie in der SIA 262: Übergreifungslänge (Stoss), Verankerungslänge, Mindest- und Höchst-Stababstand, Überdeckung, Biegerollendurchmesser, Standard-Biegeform und Positionslayout. Regeln sind rein deklarativ (Faktor mal Durchmesser, Konstante beziehungsweise Mindestwert, Grenzwert) — es wird kein ausführbarer Code hinterlegt. Die Quellenangabe ist Pflichtfeld. Das Regelwerk startet leer; «SIA-Vorlagen einfügen …» legt die üblichen Regeln mit Name, Kategorie und Quellenverweis an, ohne Zahlenwerte. Ein eingefügter Normtext kann per KI in einen Regel-Entwurf übersetzt werden; solche Regeln starten immer unfreigegeben und müssen gegen das Original geprüft und freigegeben werden.
Speichern und Dateiformate
«Speichern» (Strg+S, auf dem Mac Cmd+S) sichert die geprüften Eingaben aus Schritt ③ als .armionplan-Datei; «Öffnen» (Strg+O) lädt sie zurück. Das Format ist menschenlesbares JSON mit Formatkennung und Versionsnummer; eine Datei aus einer neueren Programmversion weist das Programm mit einer klaren Meldung ab, statt sie fehlerhaft zu öffnen. Die Datei enthält die Daten, nicht den fertigen Plan: Nach dem Öffnen landen Sie in Schritt ③ und zeichnen neu. Nicht gespeichert werden die Kreuzchen aus Schritt ②, die angehakten Bausteine und das aktive Profil. Das Programm fragt beim Beenden nicht nach — vor dem Schliessen speichern. Lesen kann Armion DXF, DWG, PDF und IFC sowie PNG und JPG für Skizzen; ausgegeben wird DXF, PDF und IFC.
KI-Funktionen aktivieren
Die KI-Funktionen — Architektenplan und Skizze auslesen, Bürostandard mit KI ableiten, Normtext in eine Regel übersetzen, Assistent — brauchen einen eigenen Anthropic-API-Schlüssel; er ist nicht im Kaufpreis enthalten. Eintragen unter «Einstellungen → KI-Schlüssel …»; «Verbindung prüfen» macht einen kleinen Testaufruf. Auf Wunsch legt das Programm den Schlüssel lokal unter ~/.armion/zugang/ ab, in einer Datei, die nur Ihr Benutzerkonto lesen darf (Dateirechte 0600); eine gesetzte Umgebungsvariable ANTHROPIC_API_KEY hat Vorrang. Ohne Schlüssel öffnet ein Klick auf einen KI-Knopf die Eingabe; Zeichnen, Prüfen und Ausgeben funktionieren unverändert. An Anthropic (USA) geht nur der jeweils ausgewertete Inhalt — Planausschnitt, Skizze, Text. Was Sie in die Tabelle tippen, verlässt Ihren Rechner nie.
Grenzen des Programms
Keine statische Bemessung, keine tragwerksplanerische Entscheidung, keine mitgelieferten Normwerte, keine automatische Freigabe von Regeln oder Profilen, kein Raten — was die KI nicht sicher lesen kann, wird zur Rückfrage —, und ein unabschaltbarer roter Entwurfsvermerk auf jedem Plan.